Masoumeh Ebtekar, die Direktorin der iranischen Umweltbehörde (DOE), sowie Politiker und in- und ausländische Experten haben in den vergangenen Monaten mit Nachdruck auf die dramatische Situation hingewiesen, in der sich der im Nordwesten Irans gelegene größte Binnensee des Landes befindet. Dies sei eine Folge von schlechtem Management, zunehmenden Wassermangels und veränderter Agrarwirtschaft, so Ebtekar. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche an den Seeufern ist von 15.000 auf 700.000 Hektar gestiegen, was zu einer entsprechenden Vermehrung illegaler Wälle und Dämme geführt habe. Trotzdem dürfe die Hoffnung nicht aufgegeben werden, den See zu retten.
Japan hat Bereitschaft signalisiert, sich an einem Projekt zur Rettung des Orumieh-Sees zu beteiligen. Während des kürzlichen Japanbesuchs von Außenminister Mohammad Javad Zarif wurden darüber erste Gespräche geführt. Anschließend hat der japanische Premierminister Shinzo Abe der iranischen Umweltorganisation DOE einen Brief mit seiner Zusage übersandt. Demnächst soll zwischen beiden Ländern eine Vereinbarung unterzeichnet werden.